Vincent Royer ...


... wurde in Strasbourg (Frankreich) geboren. Nach dem Abschluß des Conservatoire National de Région de Strasbourg studierte er in Deutschland bei Ulrich Koch (Freiburg) und in der Meisterklasse von Rainer Moog (Köln). Zwei Jahre lang erhielt er ein Auslandstipendium des Ministère de la Culture de Paris. Als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie trat er zwischen 1984 und 1988 regelmäßig als Solobratscher auf. Außerdem wirkte er bei der Programmgestaltung des Orchesters mit. 1988 wurde Royer erster Bratschist des Ensemble Köln und nahm an zahlreichen Festivals für Neue Musik teil. Er wirke bei in- und ausländischen Rundfunkproduktionen als Kammermusiker und Solist mit und konzertierte als Solobratscher des European Community Chamber Orchestra in Europa und Ost-Asien. 1989 gründete er die Gruppe Alea, ein Ensemble für Improvisation und kollektive Komposition. 1990 begann die künstlerisch produktive Zusammenarbeit mit dem Komponisten Horatiu Radulescu, dessen Stück für Violasolo "das Andere" Vincent Royer in Frankreich, Deutschland und Brasilien uraufführte. Im Rahmen des Lucero Festivals Paris war er an der Uraufführung des vom gleichen Komponisten für ihn und Gérard Causse geschriebenen Duos "Agnus Dei" beteiligt. 1991 wurde ihm der Xenakis Preis für Interpretation Neuer Musik verliehen. Seit 1990 ist er Mitglied des Gürzenich-Orchester Kölner Philharmoniker. Von 1990 bis 1994 ist Royer Bratschist des Gürzenichquartetts und seit 1995 Mitglied des "Quartuor Lucero". 1993 wurde das für Royer komponierte "Pirlimpsiquice", ein Stück von Paulo Alvares für Violasolo und Tonband, in der Kölner Philharmonie von ihm selbst uraufgeführt. Mit der Unterstützung des Institut français de Cologne, des A.F.F.A., und des Kulturamts der Stadt Köln realisierte Royer das Projekt "Envol" mit dem Pantomimen Jörn Gehlker. Die Uraufführung fand im März 1995 statt. Als Gastkünstler am Banff Centre for the Arts komponierte Royer 1995 "Chinook". Das Stück wurde in den Studios des Centre produziert und uraufgeführt. Sein Aufenthalt in Banff wurde durch ein Lavoisier Stipendium ermöglicht. Gemeinsam mit Gerhard Eckel begann er in Banff am Projekt "Catalogue" zu arbeiten.